Am Donnerstag, 29. Januar 2026, präsentierte die SP Uster vor rund 100 Teilnehmenden im Gemeinderatssaal die Ergebnisse ihrer Wohnumfrage. Nationalrätin Jacqueline Badran zeigte in ihrer Analyse eindrücklich auf, weshalb die explodierenden Mieten verfassungswidrig sind und der Boden der Spekulation entzogen werden muss.
Die SP Uster hat im Herbst 2025 in Uster eine grosse Wohnumfrage durchgeführt. Über 900 Menschen haben daran teilgenommen. Der Handlungsbedarf ist gross: 80% der Befragten geben an, dass die Wohnungspreise in Uster «teuer» oder gar «zu teuer» für sie sind. Jeder 13. Teilnehmende der Umfrage hat keine bezahlbare Wohnung in Uster gefunden. Über 100 Teilnehmende haben grosse Angst, ihre Wohnungen aufgrund der hohen Mietzinse zu verlieren, weil sie sich die Miete schlicht nicht mehr leisten können.
Anja Gada, Co Präsidentin der SP Uster, stellt dazu fest: «Die Mieten sind durch verfassungswidrige, renditegetriebene Mieterhöhungen in den letzten 20 Jahren in Uster um rund 30% angestiegen. Immobilienkonzerne und Banken missbrauchen den Boden als Anlageobjekt – sie kassieren unsere Mieten ein und wir zahlen jedes Jahr schweizweit bis zu 10 Milliarden zu viel Miete. Wir brauchen deshalb dringend Lösungen gegen diese Mietexplosion, auch in Uster!»
Der Boden der Spekulation entziehen und ein Ja zum kommunalen Richtplan
75% der Befragten unterstützen die Massnahme, Wohnbaugenossenschaften stärker zu fördern und befürworten einen fixen Anteil an gemeinnützigen Wohnungen in Uster. Jacqueline Badran zeigte in ihrem Referat auf, dass es neben der Durchsetzung des Mietrechts zentral ist, den Boden der Spekulation zu entziehen, um die explodierenden Mieten zu stoppen. Auch die Ustermer SP nimmt diese Forderung in ihrem Positionspapier auf und setzt sich dafür ein, dass die Stadt Uster mehr Land kauft und Genossenschaften mit Baurechten oder der Übernahme von Restdarlehen unterstützt.
Wohnpolitisch steht gemäss Gemeinderätin Nina Nussbaumer in Uster eine entscheidende Abstimmung bevor: «Damit in Uster mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen kann, ist ein Ja zum kommunalen Richtplan im Juni unabdingbar. Nur so können wir langfristig sicherstellen, dass die Mieten hier nicht weiter steigen und steigen.»
Die wohnpolitischen Forderungen der SP Uster finden Sie hier.
Fotos (Credits: Mara Schneider) der Veranstaltung finden Sie hier.
Auskünfte
- Anja Gada, Co-Präsidentin SP Uster, 079 666 13 43
- Nina Nussbaumer, Gemeinderätin SP Uster, 078 614 17 68