Der Gemeinderat lehnt ein Feuerwerksverbot für Uster mit 16:17 Stimmen denkbar knapp ab. Die Jahresrechnung wurde dank des Stichentscheids des Gemeinderatspräsidenten angenommen. Verstösse gegen interne Finanzvorschriften bei der Stadtpolizei gab einiges zu reden.
Die erfolgreiche Abstimmung über den Richtplan vom 14. Juni 2026 hallte in Fraktionserklärungen nach. Die Befürwortenden zeigten dabei ihren Stolz über das unerwartet deutliche Ergebnis. Inhaltlich ging es dann mit einer angeregten Debatte zum Feuerwerksverbot weiter. Die Befürworterinnen und Befürworter argumentierten damit, dass lärmiges Feuerwerk Umwelt, Tiere und ganz viele Menschen stört und ein breites Bedürfnis der Bevölkerung entspräche. Als Gegenargumente wurde vorgebracht, dass Feuerwerk zur Tradition gehöre, vielen viel Freude bereite und eine Regelung kaum durchsetzbar sei. Die SP-Fraktion war geteilter Meinung und beschloss Stimmfreigabe. Es wurde verschiedene Varianten diskutiert. Am Ende wurde mit 16:17 Stimmen wurde beschlossen, dass die Polizeiverordnung nicht geändert wird und Uster somit – zumindest vorläufig – kein Feuerwerksverbot erhält.
Die Jahresrechnung der Sekundarstufe wurde mit allseits wohlwollenden Voten abgenommen. Von Seiten SP wurde positiv erwähnt, dass die Sek mit PV-Anlagen auf Dächer vorwärts macht und dass nach den Sommerferien die Filiale der Kunst- und Sportschule in Dübendorf eröffnet wird. Die Sek scheint gut aufgestellt und für die Zukunft gerüstet zu sein.
Die Jahresrechnung der Stadt Uster weist einen Ertragsüberschuss von rund Fr. 8.5 Mio. Franken aus; budgetiert war ein Aufwandüberschuss von rund Fr. 2.5 Mio. Mit Fr. 30 Mio. wurden über 90% der geplanten Investitionen investiert, was ein guter Wert ist. Die SP hat die Rechnung positiv gewürdigt und einmal mehr festgestellt, dass die finanzielle Lage der Stadt stabil ist und eine solide Grundlage besteht. Die SP-Fraktion erwartet, dass die vorhandenen Spielräume künftig konsequenter genutzt werden, um zentrale Investitionen voranzubringen und die Bedürfnisse der Bevölkerung besser zu berücksichtigen. Die im Finanzplan vorgelegte Investitionsplanung des Stadtrats bildet diese Bedürfnisse jedoch noch zu wenig ab.
Zu diskutieren gaben Unstimmigkeiten in finanzrechtlichen Angelegenheiten bei der Stadtpolizei, die auch schon personelle Konsequenzen zur Folge hatte. Der Umut über diese Situation war bei den Bürgerlichen so gross, dass die Rechnung am Ende nur dank des Stichentscheids der Ratspräsidenten angenommen wurde. Aus Sicht der SP ist eine Ablehnung nicht gerechtfertigt; denn damit würde allen Mitarbeitenden indirekt gesagt, dass sie nicht gut gearbeitet hätten. Das ist keinesfalls der Fall – solche «Kollektivstrafen» lehnen wir ab; sie bringen rein gar nichts; ausser Ärger und Unsicherheiten.