Die jüngste Gemeinderats- Sitzung vom 31. August 2026 stiess auf enormes mediales und öffentliches Interesse. Dazu verweise wir auf die Medienmitteilung der SP Uster zur Polizeiaffaire. Beim Ersten Traktandum forderten alle Fraktionen einhellig, dass eine lückenlose Aufarbeitung der Geschehnisse unumgänglich ist. Der Vorbereitung für eine PUK wurde zugestimmt. Was in der Sitzung etwas untergegangen ist, sind die anderen Themen, welche besprochen wurden:
Ein Thema, das die SP schon seit Langem beschäftigt, wurde an dieser Sitzung konkret vorangetrieben: die Schaffung einer Einheitsgemeinde für Uster.
Die Motionen 501 und 502/2026 «Eine Einheitsgemeinde für Uster» wurden gemeinsam behandelt. Nachdem die Gebietsänderung in der Volksabstimmung vom 8. März 2026 angenommen wurde, sind die notwendigen Grundlagen für die Einheitsgemeinde geschaffen. Damit ist nun der Weg frei, die bisherige Trennung im Bereich der Sekundarschule aufzuheben und die Schulen unter einem gemeinsamen Dach zusammenzuführen.
Das Ziel ist klar: weniger Verwaltungsaufwand, eine koordinierte Planung aus einer Hand und eine gleichberechtigte Zusammenarbeit der Institutionen. Für die SP ist die Einheitsgemeinde ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienteren und besser abgestimmten Organisation der Schule in Uster.
Mit der Annahme der beiden Motionen erhält der Stadtrat und die Schulpflegen den Auftrag, innerhalb von neun Monaten eine entsprechende Weisung auszuarbeiten. Eine Verlängerung um weitere neun Monate ist möglich.
Auch die kommunale Volksinitiative «Rettet unsere Bäume auf dem Zeughaus-Areal!» wurde im Gemeinderat behandelt. Die Initiative wurde von allen Parteien klar abgelehnt da es nur wenig mit erhalte der Bäume zu tun hat. Es könnten nur 3 Bäume gerettet werde, wären beim Projekt Zeughaus welches so verhindert werden soll 50 neue gepflanzt werden sollen.
Der Stadtrat lehnt die Initiative deshalb ab und empfiehlt den Gegenvorschlag. Im Gemeinderat fanden jedoch weder die Initiative noch der Gegenvorschlag eine Mehrheit. Die Initiative wurde sehr klar mit 5 Ja- zu 29 Nein-Stimmen abgelehnt, der Gegenvorschlag mit 5 Ja- zu 30 Nein-Stimmen.
Beim Postulat 623/2025 ging es um die Frage, wie Baukultur und Denkmalpflege in Uster künftig besser zusammenspielen können. Ziel ist eine transparente und pragmatische Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaften und Stadtplanung beim Thema Denkmalschutz.
Ein vorgängig verlangter Ergänzungsbericht wurde mit 19 zu 15 Stimmen abgelehnt. Das Postulat selbst wurde mit 30 Ja-Stimmen als erledigt abgeschrieben.
Ebenfalls diskutiert wurde die Anpassung der Entschädigung für Musiklehrpersonen. Die bürgerlichen Parteien kritisierten den Zeitpunkt der Anpassung und verwiesen darauf, dass der ordentliche Budgetprozess eingehalten werden solle. Auch die SVP stellte sich gegen das Postulat.
Wir sind aber froh darüber das die wichtige und kompetente Arbeit der Musiklehrpersonen gewürdigt wurde und das Postulat mit 17 zu 16 Stimmen doch angenommen wurde.
Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde die Interpellation 646/2026 der SP-Fraktion «Massnahmen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Uster» auf die nächste Gemeinderatssitzung vom 21. September verschoben.