Investitionen statt Steuergeschenke für Topverdienende  – Medizinische Betreuung im Alter sichern

Medienmitteilung der SP Uster zum Budget 2027

Das Budget 2027 der Stadt Uster zeigt eine solide finanzielle Ausgangslage. Die SP Uster lehnt die vom Stadtrat beantragte Senkung des Steuerfusses von 94 auf 92 Prozent ab, von der Topverdienende am meisten profitieren würden.

Das Budget weist bei einem Aufwand von 340,1 Millionen Franken und einem Ertrag von 343 Millionen Franken einen Ertragsüberschuss von rund 2,9 Millionen Franken aus. Für die SP zeigt dies, dass der Stadtrat in den vergangenen Jahren eine vorausschauende Finanzpolitik betrieben hat. Das schafft die Grundlage für wichtige Investitionen. SP-Fraktionspräsidentin Tanja Göldi sagt: «Uster braucht Investitionen: Unsere Stadt muss hitzetauglich werden und braucht zeitgemässe Sportanlagen. Dafür müssen wir heute vorausschauend investieren und unsere finanziellen Spielräume verantwortungsvoll nutzen».

Medizinische Betreuung im Alter sichern

Sehr kritisch steht die SP der geplanten Ausgliederung der Heime Uster in eine Aktiengesellschaft gegenüber. Für die SP steht fest: Ein gutes und würdiges Leben im Alter muss für alle Menschen in Uster möglich sein – unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Durch eine Privatisierung würde der Druck weiter steigen, nur profitable Leistungen anzubieten, wichtige, aber weniger rentable Bereiche würden jedoch vernachlässigt. Deshalb ist entscheidend, dass auch nach einer allfälligen Ausgliederung die Qualität, Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit der Angebote gewährleistet bleiben und die langfristigen finanziellen und sozialen Auswirkungen transparent sind. 

Positiv beurteilt die SP die geplante Lohnanpassung für Musiklehrpersonen. Erfreulich ist zudem, dass auf Initiative der SP für Kinder im Mittelstufenalter ein Pilotprojekt für einen offenen Jugendtreff ausgearbeitet wird. Die SP begrüsst auch, dass das Personalwachstum deutlich unter dem Bevölkerungswachstum liegt. Gleichzeitig wird dort gezielt in zusätzliches Personal investiert, wo der Bedarf steigt – insbesondere bei der Spitex und in den Heimen. Genau diese Entwicklung zeigt, weshalb ein pauschaler Personaldeckel der falsche Ansatz wäre: Entscheidend ist nicht eine fixe Zahl, sondern ob die Stadt ihre Aufgaben gegenüber der Bevölkerung mit genügend und gut qualifiziertem Personal erfüllen kann.

Die SP Uster wird das Budget 2027 genau prüfen. Die gute finanzielle Ausgangslage soll genutzt werden, um Uster weiterzuentwickeln und wichtige Investitionen zu ermöglichen. Co-Präsidentin Anja Gada sagt: «Die Steuern zugunsten der Reichsten zu senken, im gleichen Atemzug jedoch die medizinische Betreuung im Alter zu gefährden, steht für die SP nicht zur Diskussion.»

Ansprechpartner:innen zu diesem Thema

Anja Gada

Anja Gada

Co-Präsidentin

Tanja Göldi

Tanja Göldi

Fraktionspräsidentin

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